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„Für mich gab es nie einen anderen Berufswunsch“, sagt Bernd Hellwig, der schon als fünfjähriger Junge Fleischer werden wollte. Schließlich übten auch sein Vater und Großvater dieses Handwerk aus.

Seine Lehre absolvierte der 1965 geborene Lübecker in zwei Betrieben der Hansestadt. Während dieser Zeit lernte er seine Frau Bettina kennen, die den Beruf der Fleischereifachverkäuferin erlernte. Auch in der Fleischereiabteilung der Universität Lübeck sammelte der Geselle mehrere Jahre berufliche Erfahrungen. Da die Selbstständigkeit stets sein Ziel war, legte er 1992 die Meisterprüfung ab.

Als Bernd Hellwig erfuhr, das der alteingesessene Familienbetrieb von Rudolf Golinski einen Nachfolger suchte, nutzte er diese Chance und übernahm diesen Betrieb 1996 gemeinsam mit seiner Frau. Der Partyservice, den Familie Hellwig damals neu ins Programm aufnahm, hat sich im Laufe der Jahre zu einem zweiten Standbein entwickelt.

„Wir stellen ca. 80 Prozent der Wurstwaren selbst her“, erzählt der Fleischermeister, der besonderen Wert auf die Zusammensetzung seiner Waren legt. Ein Großteil des Fleisches kommt von Landwirten aus der Region.

Neben der „Heißen Theke“ wird ein täglich wechselnder Mittagstisch angeboten. Auch Konserven mit eigenen Produkten, wie diverse Suppen, Rindsrouladen, Königsberger Klopse etc. sind hier erhältlich.

Viele Kunden nutzen zudem die Erfahrungen der Fleischerei und greifen auch gern auf küchenfertige Waren, wie Rollbraten oder Fleischspieße zurück. „Dies ist auch ein kreativer Beruf und es macht mir viel Freude, Neues auszuprobieren“, so Bernd Hellwig, der stets neue Ideen verwirklicht.

Bekannt ist die Fleischerei auch für ihre Spezialitäten, wie den selbst geräucherten Katenschinken,  die Frankfurter Würste sowie die Schlesische Weißwurst. Letzteres hat Bernd Hellwig von seinem Vorgänger übernommen, der dieses Rezept aus seiner früheren Heimat mitbrachte. „Die Schlesische Weißwurst stellen wir jedoch nur zu den Feiertagen her“, berichtet der Fleischermeister, dessen Kunden dann sogar aus Hamburg kommen.

Den Großteil seiner Kunden kennt die Fleischerei Hellwig mit Namen kennt, was das familiäre Flair des Fachgeschäftes unterstreicht, indem derzeit zwölf Mitarbeiter tätig sind. Zudem ist die Fleischerei  Ausbildungsbetrieb, indem auch Sohn Nico das Handwerk erlernte. „Als wir uns selbstständig machten, war Nico sechs Jahre alt“, erzählt die Mutter. Er fuhr damals schon gern mit zu den Kunden“, erinnert sich Bettina Hellwig. So ist auch sein Berufswunsch recht früh entstanden. Tochter Nadine, ausgebildete Arzthelferin, wohnt gleich nebenan und unterstützt gern im Familienbetrieb, wenn sie gebraucht wird.

Für die Nachfolge ist gesorgt. „Unser Sohn Nico wird demnächst die Meisterschule besuchen und später einmal den Betrieb übernehmen“, blicken Bernd und Bettina Hellwig optimistisch in die Zukunft.

Wir freuen uns darauf, Sie bei uns begrüßen zu dürfen!